Eingangsphase und Neulinge


Zusammenarbeit von Schule und Kindergarten


Um den Schulneulingen einen guten Übergang in ihr Schulleben zu ermöglichen, ist eine enge Zusammenarbeit mit den umliegenden Kindertagesstätten ein wichtiger Bestandteil. So werden über das Jahr verteilt gemeinsam Gespräche über Förderziele und Förderschwerpunkte geführt, sowie in gegenseitigen Hospitationen das Arbeiten in den Einrichtungen erfahren. Dies ermöglicht uns, die Schulneulinge dort abzuholen, wo sie stehen.

Desweiteren ist es uns wichtig, dass die Kinder bereits vor Schuleintritt die Schule und das Arbeiten in der Schule kennen lernen. Dazu erhalten die Kinder die Möglichkeit, vor den Sommerferien bereits am Unterricht des 1. Schuljahres teilzunehmen. Die Hospitationstermine sind dabei abhängig von den Terminen in den Einrichtungen. Vorgesehen ist es, dass die Kinder mehrmals für eine Stunde zu Besuch kommen, um so eine Vorstellung vom Schulalltag zu erhalten und gegebenenfalls Ängste und Unsicherheiten abbauen können.

Schuleingangsphase


In den ersten Schulwochen der Erstklässler sind wir darauf bedacht, den Kindern die Eingewöhnungsphase so unproblematisch wie möglich zu gestalten. Es stehen in den ersten Schulwochen Kennlernspiele, Bewegung und Musik im Vordergrund. Ebenso trainieren wir in vielen Übungen den richtigen Umgang mit Schulmaterial. In langsamen Schritten erlenen die Schüler dann verschiedene Lernmethoden, die ihnen ein selbstständiges Arbeiten ermöglichen.

Nach den ersten Schulwochen laden wir die Eltern zum Elternsprechtag ein, um gemeinsam die Anfangsphase der Kinder zu besprechen. Gerne stehen wir den Eltern aber auch in einer wöchentlichen Sprechzeit nach Anmeldung zur Verfügung.

Tipps für Eltern


Wir möchten Ihnen ein paar einfache Tipps geben, wie Sie sich gemeinsam mit ihrem Kind auf die Schulzeit vorbereiten können. Wir freuen uns auf Ihr Kind und hoffen mit Ihnen im Interesse Ihres Kindes gut zusammenarbeiten zu können.

Eine große Bedeutung für das Lernen hat ein regelmäßiger Tagesrhythmus. Ihr Kind braucht genügend Schlaf, um gut lernen zu können. Ihr Kind sollte daran gewöhnt sein, am frühen Abend ins Bett zu gehen. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind nicht mehr als eine halbe Stunde am Tag vor dem Fernseher, Computer o.ä. verbringt.

Regelmäßigkeit braucht es auch in der Ernährung. Eine gesunde ausgewogene Ernährung ist eine wichtige Voraussetzung für das Lernen. Gewöhnen Sie Ihr Kind auch daran, morgens zu Hause zu frühstücken.

Gehen Sie mit Ihrem Kind zur Vorsorgeuntersuchung bei Ihrem Kinderarzt. Der Arzt kann Sie hinsichtlich der Entwicklung Ihres Kindes beraten.

Hinweise über die Entwicklung Ihres Kindes erhalten Sie auch im Kindergarten. Dort kennt man Ihr Kind gut. Ein großer Teil des vorschulischen Lernens findet dort statt. Lassen Sie sich dort auch darüber beraten, wie Sie Ihr Kind angemessen zu Hause fördern können.

Ihr Kind kann zunehmend Verantwortung übernehmen. Übergeben Sie ihm kleine Aufgaben und loben Sie Ihr Kind für die Erledigung der Aufgaben. Ihr Kind kann im Haushalt und im Garten auch viel mit Ihnen zusammen tun. Dabei lernt es eine Menge und erfährt, dass es schon viel kann.

Fördern Sie Kontakte, die ihr Kind mit anderen Kindern aufbaut. Die sozialen Fähigkeiten Ihres Kindes entwickeln sich gut in der Auseinandersetzung mit anderen Kindern. Geben Sie Ihrem Kind nicht immer um „des lieben Friedens willen“ nach. Ihr Kind muss auch lernen Grenzen zu akzeptieren.

Ihr Kind sollte auch zunehmend selbstständig im Straßenverkehr agieren können. Zeigen Sie ihm richtiges Verhalten und lassen Sie es Ihnen zeigen, was es schon kann. (Im Kindergarten werden Sie durch den Besuch der Polizei unterstützt.)

Nehmen Sie sich Zeit für Ihr Kind und lesen Sie ihm vor. Wenn ein Kind weiß, wie angenehm Lesen sein kann, wird es das Lesen in der Schule gerne lernen. Fragt Ihr Kind nach den Wörtern und Buchstaben, beantworten Sie seine Fragen, aber es muss nicht vor der Schule lesen und schreiben können. Wir holen alle Kinder dort ab, wo sie in ihrer Entwicklung stehen.

Spielen Sie mit Ihrem Kind Gesellschaftsspiele. Dabei lernt es viel, z.B. Regeln einhalten; Zahlen und Zahlbilder kennen; sich anstrengen und bis zum Spielende durchhalten; nicht gleich wütend werden, wenn man verliert; sich am Spiel freuen.

Basteln und malen Sie mit Ihrem Kind. Dabei lernt es wichtige motorische Grundfertigkeiten, die es in der Schule braucht.

Schauen Sie sich mit Ihren Kindern die Welt an. Besuchen Sie den Zoo, machen Sie Spaziergänge in den Wald, gehen Sie auf den Spielplatz, machen Sie Ausflüge und sprechen Sie mit Ihrem Kind über Erlebtes. So machen Sie Ihr Kind neugierig auf die Welt.

Mit der Schule beginnt der so genannte „Ernst des Lebens“. Der Ernst des Lebens ist aber eine spannende Sache. Lassen Sie Ihr Kind sich auf die Schule freuen und schützen Sie es vor der Drohung mit dem Ernst des Lebens.
Lernen macht Spaß!

 

Viele der Tipps erscheinen Ihnen vielleicht als eine Selbstverständlichkeit. – Umso besser. Ihr Kind ist also bereits optimal vorbereitet.

Bei Fragen bezüglich der Entwicklung Ihres Kindes stehen wir Ihnen neben den Erziehrinnen gerne zur Verfügung.